“... wer für den Erhalt von Bäumen ist, stellt sich gegen die Stadtentwicklung ...”

Werner Arndt, Bürgermeister der Stadt Marl, im Stadtplanungsausschuss 25. Januar 2018. Stand 2021 - suboptimal :o/

Bäume vernichten kann jeder Narr

Lesenswerte Leserbriefe (MZ)

Die vielen gnadenlosen Abholzungen - sogar im Naturschutzgebiet “Die Burg” - sind das krasse Gegenteil von Natur- und Klimaschutz. Was ist aus “Grün statt Grau” geworden?

Lesen Sie mehr zu diesem Thema hier!

Was ist Stadt?

Und wie versucht Marl, sich selbst zu zerlegen?

Roland Günter (* 21. April 1936 in Herford)

ist ein deutscher Kunst- und Kulturhistoriker.

Lesen Sie seine Einwände gegen die Vandalisierung unseres Stadtbereichs hier!


Die Stadt Marl hat jede Gelegenheit wahrgenommen, Bäume zu fällen - es sind inzwischen zigtausende Bäume als Luftfilter und zur Aufwertung des Stadtbildes ausgefallen.

FYI: eine dicke Eiche kann locker so 10.000.- Euro aufwärts bringen - wo ist dieses Geld geblieben?

Hier stimmt doch was nicht - follow the money

Warum wird hier städtisches Vermögen weit unter Wert verschleudert?

Wer profitiert davon? Wer hat wen in der Tasche?

Das geplante “Waldpark” (haha) Bau-Projekt des sogenannten Investors hat ganz erhebliche Mängel, angefangen bei der Auswahl ausgerechnet dieses Grundstücks und dem zu niedrigen Preis und später bei der merkwürdigen Ausweitung des Baugebietes (auch die auffällige Ignoranz beim Klima- und Naturschutz durch die große Anzahl der gefährdeten Bäume und Tierarten verwundert/verärgert) - die Bürgerbeteiligung war sehr suboptimal - und nicht zuletzt bei der Anzahl, Anordnung und Gestaltung (klotzig-banal, zu viele Stockwerke, Mietkasernenflair) der als “hochwertig” angepriesenen Häuser - und das alles für theoretisch Kaufinteressierte,

die dann doch lieber in Haltern am See wohnen wollen!

(FYI: Der Bevölkerungszuwachs in Marl liegt z.Zt. im unteren zweistelligen Bereich pro Jahr -

es gibt Leerstände ohne Ende ...und auch reichlich Ausweich-Bauflächen ohne Wald!

In Marl gibt es leider ein Profitgier-Problem, denn wirklich “hochwertig” ist nur der Jahnwald.

Ein Wald ist mehr als die Summe seiner Bäume

Und Bäume haben unbedingt mehr Respekt verdient

Die übliche Baum”pflege” hierzulande ist allenfalls fragwürdig und eher eine gute Vorarbeit für Stürme wie Friederike & Co. Überlebende Restbestände werden munter weiter ausgelichtet/verscherbelt, durch die lange Trockenheit der beiden letzten Sommer gibt es garantiert zusätzliche Verluste - gefühlte 70% der Bäume fehlen jetzt schon im rasant verkahlenden Landschaftsbild. Die Verantwortlichen sollten zwingend zeit- und ortsnah angemessen viele Bäumchen für jeden gefällten Baum nachpflanzen. Am besten wäre es natürlich, Baumfällungen mal zu unterlassen!

Schonzeit für brütende Vögel ist auch ein Fremdwort in Marl

Außerdem ist inzwischen für weiteren Baum-weg-Blödsinn wirklich keine Zeit mehr - und es würde auch erheblich teurer als eine anständige Baum- und Bestandspflege! Und da die Stadt behauptet, bei dieser wirklich unerträglich unprofessionellen und höchst fragwürdigen “Verkehrssicherung” draufzuzahlen, warum wird dann nicht einfach nur so viel wie nötig “gesichert”? Eine rhetorische Frage, dieser Schwachsinn hat System.

Geld ohne Anstand ist eine Krankheit

Dabei ist es sehr profitabel, Bäume zu schützen. Immer noch wird hier mit veralteten Methoden ausschließlich der Wert des toten Holzes berechnet! Eine Rechnung, die unvollständig ist, da lebende Bäume einen weit wertvolleren Beitrag für unsere Umwelt und für alle Menschen leisten. (Diese überall aufdringlich im Vordergrund stehende Ökonomie ist lediglich ein von Menschen ausgedachtes Konstrukt und ist daher voller dummer Fehler - das wird von Ökonomen sehr gerne übersehen.)

“Marl - die Stadt im Grünen” wird leider nur noch als schlechter Witz taugen, wenn im Stadtrat weiterhin eine nicht zukunftsfähige, profitorientierte und kurzsichtige Stadtplanung die erste Wahl bleiben sollte. Bis jetzt ist durch nichts ersichtlich, dass der ausgerufene Klimanotstand ernst gemeint ist. Und dann hat die Kommunalwahl uns schon wieder annähernd sie selbe GroKo-Schnarch-Truppe beschert ...

Unsere Zukunft auf dieser einzigartigen Erde steht auf dem Spiel

und muss durch eine intelligente und menschenfreundliche Stadtplanung lebenswert gestaltet werden. Freiräume, Artenvielfalt und “Wildnis” müssen unbedingt erhalten werden, auf jeden Fall muss jeder Baum/Wald gepflegt, geschützt und respektiert werden. Es müssen jede Menge (Straßen-)Bäume nachgepflanzt werden! BürgerInnen und unabhängige Sachverständige müssen deutlich mehr einbezogen werden, mit konkreten Auswirkungen auf die zukünftige Planung.

Ein guter Stadtrat/Bürgermeister wird NICHT blindlings dem Profit

und/oder einem vermeintlichen “Investor” folgen und/oder sich auf Paragraphen rausreden,

sondern würde stattdessen mal über die wirklich lebensnotwendigen Themen nachdenken

und dann entsprechend handeln!

dann, und nur dann wird Marl überhaupt eine Zukunft haben.

___________________________________________________

Ein gutes Leben in Marl - gerne!

Bin gespannt, ob die Zukunft eine Chance kriegt.

Wer sich aufregt hat’s verstanden.

Wir müssen uns und unserer Stadt diesen Blödsinn ersparen.

Es geht um die Zukunft unserer Kinder, ein “weiter so” wird garantiert böse enden.

“Es gibt viele Wege ins Verderben - der Mensch kennt sie alle.”

z.B. Vernachlässigung historischer Natur- und Architektur-Schmuckstücke, Geringschätzung von Freiräumen und Wildnis, Bevorzugung von kurzfristigem Profit bei größtmöglicher Schädigung von Natur und Lebensqualität, Paragraphenreiterei ohne Verständnis für das Ganze, Arroganz, Ignoranz, Speichelleckerei, Gier, Dummheit, Größenwahn, ...


Klimanotstand in Marl - Ausser “schönen” Reden nix passiert

Wir wünschen eine Stadt mit Zukunft,

mit gesundem Lebensraum für alle,

auch für Pflanzen und Tiere, mit Stadtwäldchen und Parks, ...

Profit und Ego bestimmen die Stadtplanung, deutlich zu sehen im erheblich betonisierten und vermehrt baumlosen Stadtbild (besonders in den berüchtigten Schotterflächen-Neubaugebieten) und bei vernachlässigten alten natürlichen oder baulichen Schmuckstücken (z.B. Jahnwald und Waldschule) - und besorgte Gegenstimmen werden herablassend ignoriert.

Die Profit- und Egoismus-Realität einiger Akteure

in diesem Schmierentheater ist wirklich erstaunlich.

Dieses gestörte Verhalten sollte sich endlich ändern

zugunsten intelligenter Planung mit Priorität Natur- und Baumschutz!

Wir brauchen Wald statt Asphalt