“... wer für den Erhalt von Bäumen sei, stelle sich gegen die Stadtentwicklung ...”

Werner Arndt, Bürgermeister der Stadt Marl, im Stadtplanungsausschuss am 25. Januar 2018

Welchen Teil von

“Die Erde ist der einzige Planet auf dem wir leben können”

versteht ihr denn nicht?

Bäume vernichten kann jeder Narr


Lesenswerte Leserbriefe (MZ)

Die vielen gnadenlosen Abholzungen - sogar

im Naturschutzgebiet “Die Burg” - sind das krasse Gegenteil von Natur- und Klimaschutz.

Was ist aus “Grün statt Grau” geworden?

Lesen Sie mehr zu diesem Thema hier!


Was ist Stadt?

Und wie versucht Marl,

sich selbst zu zerlegen?

Roland Günter (* 21. April 1936 in Herford)

ist ein deutscher Kunst- und Kulturhistoriker. Lesen Sie seine Einwände gegen die Vandalisierung unseres Stadtbereichs hier!


Die Stadt Marl hat jede Gelegenheit wahrgenommen, Bäume zu fällen - es sind inzwischen tausende Bäume als Luftfilter und zur Aufwertung des Stadtbildes ausgefallen.

FYI: eine dicke Eiche kann locker so 10.000.- Euro aufwärts bringen - wo ist dieses Geld geblieben?

Hier stimmt doch was nicht

Warum wird hier städtisches Vermögen weit unter Wert verschleudert?

Wer profitiert davon?

Das geplante Bau-Projekt des “Investors”/Maklers hat ganz erhebliche Mängel beim Grundstückspreis, bei der Ausweitung des Baugebietes, beim Klima- und Naturschutz, bei der Bürgerbeteiligung, bei der Anzahl der gefährdeten Bäume, bei der Anzahl, Anordnung und Gestaltung (klotzig-banal, zu viele Stockwerke, Mietkasernenflair, ...) der “hochwertigen” Häuser - und das alles für theoretisch Kaufinteressierte, die dann aber doch lieber in Haltern am See wohnen wollen.

(FYI: Der Bevölkerungszuwachs in Marl liegt z.Zt. bei höchstens 10-20 Leutchen pro Jahr -

es gibt Leerstände ohne Ende ...und auch reichlich Ausweich-Bauflächen ohne Wald!

Ein Wald ist mehr als die Summe seiner Bäume.

Und Bäume haben unbedingt mehr Respekt verdient.

Im jetzt langsam startenden Wahlkampf will man tatsächlich die Baumschutzsatzung verschärfen. Ach nee! Die übliche Baum”pflege” ist allenfalls fragwürdig und eher eine gute Vorarbeit für Stürme wie Friederike. Überlebende Restbestände werden munter weiter ausgelichtet/verkauft, durch die lange Trockenheit der beiden letzten Sommer gibt es garantiert zusätzliche Verluste - gefühlte 70% der Bäume fehlen jetzt schon im rasant verkahlenden Landschaftsbild. Die Verantwortlichen sollten zwingend zeit- und ortsnah angemessen viele Bäumchen für jeden gefällten Baum nachpflanzen. Schonzeit für brütende Vögel ist auch ein Fremdwort in Marl.

Außerdem ist inzwischen für weiteren Baum-weg-Blödsinn wirklich keine Zeit mehr - und es würde auch erheblich teurer als eine anständige Baum- und Bestandspflege! Und da die Stadt behauptet, bei dieser wirklich unerträglich unprofessionellen und höchst fragwürdigen “Verkehrssicherung” draufzuzahlen, warum wird dann nicht einfach nur so viel wie nötig “gesichert”?

Hier ist doch auch was faul

Dabei ist es profitabel, Bäume zu schützen. Immer noch wird hier mit veralteten Methoden ausschließlich der Wert des toten Holzes berechnet! Eine Rechnung, die unvollständig ist, da lebende Bäume einen weit wertvolleren Beitrag für unsere Umwelt und für alle Menschen leisten. (Diese überall im Vordergrund stehende Ökonomie ist nur ein vom Menschen ausgedachtes Konstrukt und daher voller Fehler - das wird von Ökonomen sehr gerne übersehen ...)

“Marl - die Stadt im Grünen” wird leider nur noch als schlechter Witz taugen, wenn im Stadtrat weiterhin eine nicht zukunftsfähige, profitorientierte und kurzsichtige Stadtplanung die erste Wahl bleiben sollte. Bis jetzt ist durch nichts ersichtlich, dass der ausgerufene Klimanotstand ernst gemeint ist.

Die Zukunft unserer Kinder auf unserer einzigartigen Erde steht auf dem Spiel

und muss durch eine intelligente und menschenfreundliche Stadtplanung lebenswert gestaltet werden. Freiräume, Artenvielfalt und “Wildnis” müssen unbedingt erhalten werden, auf jeden Fall muss jeder Baum/Wald gepflegt, geschützt und respektiert werden. Es müssen jede Menge Straßenbäume nachgepflanzt werden! BürgerInnen und unabhängige Sachverständige müssen deutlich mehr einbezogen werden, mit konkreten Auswirkungen auf die zukünftige Planung.

Ein guter Stadtrat wird NICHT blindlings dem Profit und/oder einem “Investor”/Makler folgen!

dann, und nur dann wird Marl überhaupt eine Zukunft haben.

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Gut leben in Marl nach Gutsherrenart ?!?

Wer sich aufregt hat’s verstanden.

Wir müssen uns und unsere Stadt vor diesen Machenschaften bewahren.

Es geht um die Zukunft unserer Kinder, ein “weiter so” wird garantiert böse enden.


“Es gibt viele Wege ins Verderben - der Mensch kennt sie alle.”

z.B. Vernachlässigung historischer Natur- und Architektur-Schmuckstücke, Geringschätzung von Freiräumen und Wildnis, Bevorzugung von kurzfristigem Profit bei größtmöglicher Schädigung von Natur und Lebensqualität, Paragraphenreiterei ohne Verständnis für das Ganze, Ignoranz, Speichelleckerei, Gier, Dummheit, Größenwahn, ...


Klimanotstand in Marl - Ausser “schönen” Reden passiert nix

Wir wünschen eine Stadt mit Zukunft,

mit gesundem Lebensraum für alle,

auch für Pflanzen und Tiere, mit Stadtwäldchen und Parks, ...

Profit und Ego bestimmen die Stadtplanung, deutlich zu sehen im erheblich betonisierten und vermehrt baumlosen Stadtbild (besonders in den berüchtigten Schotterflächen-Neubaugebieten) und bei vernachlässigten alten natürlichen oder baulichen Schmuckstücken (z.B. Jahnwald und Waldschule) - und besorgte Gegenstimmen werden herablassend ignoriert.

Wir hoffen sehr, dass sich dieses Verhalten schnellstens ändert

zugunsten intelligenter Planung mit Priorität Natur- und Baumschutz